Neues aus der Mottenkiste

In ungewohntem Dress zum nächsten Dreier
Artikel vom 31. Mai 2026
Wenn zu wenige Leibchen fürs kickende Personal vorhanden sind, deutet das auf ein kleines Luxusproblem hin. Oder fehlende Ordnung. Oder beides. Das Heimspiel gegen den SC Ayyildiz bestritten die Herren des TSV Schulenburg letztlich im schwarzen Dress der ehemaligen 2. Herren, da nicht ausreichend weiße und blaue Trikots zur Verfügung standen und der graue Gilde-Satz offenbar gefleddert worden ist...
Immerhin erwies sich die ungewohnte Kombination als gutes Omen, denn nach 90 Minuten stand ein völlig verdienter 6:3 (3:1)-Heimerfolg der Mannschaft von Rafael Ocheduska. Nach einem Traumstart folgte die ein oder andere Phase Leerlauf, aber alles in allem ein souveräner Start-Ziel-Sieg, es war der sechste Dreier im achten und letzten Heimspiel dieser Saison in der 3. Kreisklasse 3.
Stogniew für Schwabe, Schwabe für Stogniew
Den Anfang machte Nils Schwabe kompromisslos in der 5. Minute, nachdem Matthias Stogniew geschickt worden war und überlegt im gegnerischen Strafraum zurücklegte. Schwabe bedankte sich kurz darauf artig, indem er auf Stogniew durchsteckte, der per Außenrist humorlos ins kurze Eck einschoss (7.). In der Folge wurde der TSV etwas nachlässig, konnte sich aber auf Dennis Waldt im Tor verlassen (21.).
Der Deckel schien drauf zu sein, nachdem Marlon Gebhardt einen Steckpass von Leon Reich, leicht touchiert von Schwabe, mit links zum 3:0 verwertete (36.). Dumm nur, dass man die Gäste Sekunden vor dem Pausenpfiff mit einem unnötigen Ballverlust zum Kontern einlud, wofür diese sich im zweiten Versuch artig bedankten – nur noch 1:3 (45.).
Lampe mit Wucht, Reiche ohne Mühe
Das wie auch ein Dreifachwechsel zur Pause taten der Schulenburger Überlegenheit aber keinen Abbruch. Mit einer Kopie des 2:1 vor zwei Wochen gegen Mittelrode sorgte Hannes Lampe aus der Distanz sehenswert für den alten Drei-Tore-Vorsprung (54.), Leon Reich schob kurz darauf nach Flanke von Tobias Tomaschewski und Torwartfehler mühelos zum 5:1 ein (61.).
Vielleicht lief es zu mühelos, jedenfalls schlich sich ein wenig der Schlendrian ein. Nach einem Konter und einem sehenswerten Flugkopfball (78.) sowie im Anschluss an einen Freistoß aus dem Halbfeld (86.) kamen die Gäste noch einmal heran. Gefährlich wurde es indes nicht mehr, vielmehr machte Schwabe nach einem ganz feinen Solo von der Mittellinie aus den Deckel drauf (88.).
