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Wenig Glanz, aber drei (Tore und) Punkte

Geglückter Re-Start gegen das Schlusslicht

Artikel vom 1. März 2026

Überall das gleiche Bild: Schnee, Eis, gesperrte Plätze. Und das bis weit in den Februar hinein. Kaum eine Mannschaft in der Region Hannover wird von ihrer Vorbereitung auf die zweite Hälfte in der Saison 2025/26 schwärmen. Auch die Herren des TSV Schulenburg blicken letztlich auf mehr witterungsbedingt abgesagte Testspiele als absolvierte Einheiten auf dem Platz zurück.

Kein Wunder also, dass es im ersten Heimspiel des Jahres gegen den Badenstedter SC II heftig ruckelte. Ein Leckerbissen waren die 90 Minuten gegen das Schlusslicht in der 3. Kreisklasse 3 beileibe nicht, aber satt geworden sind schließlich trotzdem alle, die es mit Blau und Weiß halten, denn es wurden drei wichtige Punkte aufgetischt.

Eine erfreulich faire Begegnung

Erschwerend zur durchwachsenen Vorbereitung aufgrund der äußeren Umstände kam an diesem herrlichen Frühlingssonntag aufseiten des TSV noch das verletzungs-, berufs- und krankheitsbedingte Fehlen von knapp zehn (potenziellen) Stammspielern hinzu. So wurde einmal mehr eine Viererkette zusammengeschustert und das Durchschnittsalter mit fünf Ü32-/Ü40-Kräften in die Höhe geschraubt.

Machen wir es mit Blick aufs Sportliche kurz: In einer fair geführten Partie, in der Schiri Heinrich Eicke erfreulich wenig zu tun hatte, war Schulenburg die etwas bessere von zwei nicht wirklich überzeugenden Mannschaften, die auch die besseren Chancen hatten. Lars Müller, Marlon Gebhardt, Emil Tsanev und Fabrice Ruppelt hätten das 1:0 erzielen müssen, aber: Auch der BSC ließ 2-3 Hochkaräter ungenutzt.

Wie gewonnen, so zerronnen

Nach torloser erste Hälfte ließen bei den Gästen die Kräfte sichtlich nach, die Überlegenheit der Platzherren wurde deutlicher und in der 70. Minute auch belohnt, als Timon Reichert den Ball nach Vorarbeit von Müller nur noch über die Linie drücken musste. Wie gewonnen, so zerronnen: Nach einer Freistoßflanke und einem nicht einheitlichen Verteidigungsverhalten glichen die Gäste rasch aus (77.).

Das Beste an diesem Tag war bei den Gastgebern aber zweifelsohne die Einstellung, die einfach passte: Unbeirrt ging es wieder in die richtige Richtung, was Leon Reich mit einem feinen Schuss zum 2:1 belohnte (83.). Nach Foul an Tsanev bei einem Konter war Reich es auch, der in der Nachspielzeit per Strafstoß souverän den Deckel drauf machte (90.+3).